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Malteser Vechta

Nikolaustour 2001 Teil 1

Bericht über den Hilfsgütertransport vom
01.12.2001 bis 08.12.2001
durchgeführt von der SEG Vechta und der LGS Vechta

Einführung

Das heutzutage Hilfsgütertransporte durchgeführt werden ist für alle schon fast etwas selbstverständliches. Für uns jedoch, der Schnell?Einsatz-Gruppe der Malteser aus Vechta, war diese Sache schon eine Herausforderung, zumal das Team, das später auch fahren würde, keine Berufsfahrer waren und wir alle mit Organisation und Durchführung, für uns, Neuland betraten.

Eingefallen war mir diese Geschichte im Laufe von Überlegungen, um einen neuen Dienstplan für 2001 zu erstellen. Und da bot sich so eine Tour wegen ihrer Notwendigkeit der Zusammenarbeit im Team schließlich an. Der Zeitpunkt für den Transport war leicht festzulegen: Nikolaus

Planung und Organisation


Januar 2001

Nachdem die Idee der Tour gereift war, mußte ich erst einmal das OK von einigen Leuten einholen: Christian Adler, Stadtbeauftragter der Malteser in Vechta, war natürlich der erste Anlaufpunkt. Sein OK war schnell da, also weiter: Leiterrunde der SEG.

Auch hier gab es keine Absagen, im Gegenteil: Die Hälfte der Führungskräfte wollte sofort mitmachen und mitfahren. Die nächste Frage war: Machte die Gruppe auch so mit?

Schließlich war dies Aktion ja für sie geplant. Aber auch da war das OK fast schon vorprogrammiert. Also "nur noch" zur LGS, um mit Stefan Grabber, zuständig auf der LGS für diese Auslandseinsätze, Details und Ablauf zu besprechen.

Er war von unserer Idee sehr angetan. Aufgrund der Menge an Arbeit, die so eine Tour mit sich bringt, wollte er dieses Jahr zu Nikolaus keinen Transport fahren. Aber wenn wir diese Tour machen wollten, würden wir uns die Arbeit teilen: Logistik, Papiere usw. in der Hand der LGS, LKW und Kartons  besorgen, Leute für Vorarbeiten und Transport usw. stellt die SEG. Als Ziel gab er uns Grodno in Weißrußland vor, da dort mit der Caritas eine Partnerschaft besteht. Sollte mir recht sein.

April 2001

Die Kartons besorgen ging dann schon im Vorfeld relativ einfach: die Arbeitskollegin meiner Frau, Karin Meyer und ihr Mann  Karl ? Heinz, waren uns da eine große Hilfe, denn sie besorgten uns im Laufe des nächsten halben Jahres fast 1000 gleiche Kartons kostenfrei, wo andere sich bestimmt geweigert hätten, uns so zu unterstützen.

Nebenbei unterstützten uns auch die Hauptamtlichen Rettungskräfte der Wache Vechta mit einer Sonderaktion: Großes Fußballfinale der Saison 2000/2001. Sie veranstalteten eine Party mit Großleinwand und allem was dazugehörte. Der Erlös aus der Aktion kam der Humanitären Hilfe Weißrußland ( also auch unserer Tour ) zugute (Erlös = 845 DM). Das schöne dabei: Wir merkten, das alle Interesse an unserer Tour hatten.

Juni 2001

An einem Dienstabend der SEG hatte ich Stefan gebeten, uns etwas über die Nikolaus ? Tour vom letzten Jahr zu erzählen, um einmal herauszubekommen, was wir im einzelnen für Arbeiten zu leisten hatten. Außerdem wollte er uns mitteilen, was wir mitnehmen würden und wie das im Einzelnen aussehen würde. Mitgenommen werden sollten ca. 1000 bis 1500 Kartons mit Lebensmittel im Wert von ca. 25,- DM, gepackt von Schulen aus den Kreisen Vechta und Cloppenburg. Dazu Bekleidung und Krankenhausbetten. Und als Abschluß noch 2000 Tafel Schokolade. Diese sollte vor Ort am Nikolaustag in verschiedenen Kirchen von uns an Kinder verteilt werden. Wegen der Schokolade bekam die Tour von uns jetzt einen neuen Namen:

Schokoladentour.

Auch legten wir einen ca. Zeitplan für die Vorbereitung und die Tour fest, um einen Überblick zu behalten.

Zum Abschluß wurde noch die Mannschaft festgelegt, sowie verschiedene Aufgaben auf der Tour verteilt. So wurde Bernhard Serwuschok, ehrenamtlicher Mitarbeiter in der LGS, Tansportleiter. Ich würde mich um Kartons, die Reisekasse, um Fotos und das Reisetagebuch sorgen. Trudi sollte Kontaktperson zur LGS sein und sich um die Verpflegung für die Tour kümmern.

Stehend von links:
Marco Stockhoff, Markus Bardelmann (Trudi), Frank Pulsfort (Billy), Christian Winkler (Charly), Stefan Grabber
Kniend von links:
Gregor Osterloh (im Text "Ich"), Georg Overberg (Georgy)
Im Team, aber nicht auf dem Foto: Heinrich Kocur,  Bernhard Serwuschok, Nadja Schömmeier (Naddel), Thomas Garling (TGA) und  Martin Sieverding

September 2001 - Großes Treffen:

Stefan hatte uns alle (die Fahrer) eingeladen, um uns über den Stand der Dinge zu informieren und das weitere Vorgehen zu besprechen. So waren jetzt z.B. die Pakete mit 17,2 Kg Lebensmittel zu füllen mit einem Wert von 28,69 DM. Dafür waren alle Schulen schon angeschrieben worden, und Stefan rechnete nun mit ca. 1000 Paketen. Die Kartons dafür sollten ab Oktober an die Schulen verteilt werden und spätesten 2 Wochen vor Beginn der Tour wieder zu uns zurück kommen. Desweiteren kämen 40 Krankenhausbetten mit Matratzen aus dem KH Cloppenburg mit, sowie rund 1500 Kartons mit Bekleidung und 3000 Tafeln Schokolade, wovon die Ortsgruppe Vechta 1000 Stück spendete. Das machte insgesamt dann 3 volle Sattelzüge, mit 36 Tonnen Hilfsgüter im Gesamtwert von etwa 55.000,- DM und ein Begleitfahrzeug mit Anhänger. Dazu kam jetzt noch zusätzlich ein LKW von unseren Kollegen aus Sandkrug, die sich unserem Konvoi anschließen wollten. Sie hatten in jüngster Zeit eine Patenschaft ca. 130 km von Grodno, in Voronovo, übernommen und wollten nun ihren ersten eigenen Transport dorthin durchführen. Während Stefan sich darum kümmerte das es mit den Schulen alles lief, wollten wir von der SEG uns um die Beschaffung der Kartons und LKW kümmern.

Oktober 2001

Im Laufe dieses Monats  zeigte sich so richtig, wie sehr unser Transport auch von anderen unterstützt wurde: Während wir von der SEG an diversen Abenden Kartons für die Schulen vorbereiteten, gab es immer wieder spontane Unterstützung von Kindern an Schulen oder aus der Nachbarschaft der LGS und der Wache. So legten z.B. einige Kinder ihr Taschengeld für ein Paket zusammen und kamen damit direkt zu uns. Oder es gab Sammelaktionen und Tombola, die von Schülern aus Eigeninitiative durchgeführt wurden, um unseren Transport zu unterstützen. Die größte Aktion dabei war sicherlich die Spende von weiteren 1000 Tafeln Schokolade aus einer Sammelaktion der Schülerinnen von der Ludgerus-Schule in Vechta. Auch in der Presse wurde unsere Aktion bekanntgegeben: So gab es in diesem Monat allein 6 Berichte und im November nochmals 4, die nur von Kindern und ihren Spenden berichteten.

November 2001

Allmählich rückte der Transporttermin näher, und wir bereiteten uns auf die Tour vor:
Es wurden Pakete von den Schulen abgeholt und eingelagert. Es wurden Absprachen bezüglich der LKW getroffen und Termine für den Zoll festgelegt. Vor allem wurde ein Zeitplan aufgestellt, wann welcher LKW wo, von wem, und mit welchen Hilfsgütern beladen werden mußte. Besonders die letzte Woche vor dem Transport hatte es in sich, da hier die Hauptarbeit geleistet wurde was das Verladen anging. So mancher Helfer nahm sich noch einige Tage zusätzlichen Urlaub, um mit anzupacken. Trotz allem wurden wir wie geplant fertig und konnten uns noch am 30.11.2001 nachmittags etwas Ruhe gönnen, um für die Tour fit zu sein.
? Dachten wir: Um 14.45 Uhr gab es Alarm für die SEG:  Betreuungseinsatz in Vechta. Aber dafür sind wir ja nun einmal da. Es war kein großer Einsatz - nur mit dem Ausruhen hatte es dann doch nicht so geklappt.


Fortsetzung Seite 2

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