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Malteser Vechta

Großübung eines Busunglücks

Zu einer großen, kreisübergreifenden Übung kam es am Samstag den 02.05.09 um 13.30 Uhr.

Angenommen wurde das Szenario, dass ein Bus, ein LKW sowie 2 PKW auf einer Landstrasse verunglückten. Über 50 Personen, von unverletzt bis hin zu lebensgefährlich verletzt, mussten geborgen, versorgt und abtransportiert werden.

Erst mit Eintreffen des ersten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst wurde klar, das es sich um eine groß angelegte Übung handelte.

Entsprechend der für solche schweren Unglücke vorgesehenen Handlungsabläufe wurden umgehend für den Bereich Rettungsdienst der C-Dienst alarmiert.

Wegen der hohen Anzahl von Verletzten alarmierte die Leitstelle Vechta alle 3 SEG´n des LK Vechta und forderte weitere Kräfte aus den Nachbarkreisen an. So waren dann Einsatzkräfte aus Sandkrug, Wildeshausen, Ahlhorn, Diepholz, Osnabrück und die Einsatzbereitschaft Mitte des DRK aus dem LK Cloppenburg an der Unglücksstelle. Des Weitern wurden 5 Hubschrauber angefordert, wovon der SAR Diepholz real vor Ort war, was dem ganzen eine sehr realistische Note gab.

Nach dem Eintreffen der SEG aus Lohne mit 19 und die SEG aus Vechta mit 22 Helfern, ca. 20 Minuten nach Alarmierung, bauten diese ihren Verbandplatz auf, wobei sofort eine Abgrenzung hinsichtlich der Schwere der Verletzungen durchgeführt wurde. Während die Kollegen aus Lohne alle unverletzten Beteiligten und die Sichtungskategorie 3 (Grün 38 x) aufnahm und betreute, richtete sich der Verbandplatz der SEG Vechta mit seinen Helfern auf 15 Schwerstverletzte der Kategorie 1 (Rot 8 x) und 2 (Gelb 9 x) ein. Zusätzlich gab es hierfür noch personelle und materielle Unterstützung aus dem Rettungsdienst mit zuerst 4 Fahrzeugbesatzungen und deren Ausstattung.
Da die Wetterlage es zuließ, wurde kein Zelt benötigt und so konnte bereits nach 10 weiteren  Minuten der erste Schwerverletzte im Schattenbereich einer großen Scheune aufgenommen und versorgt werden.

Nachdem die Feuerwehren die Erstversorgung an der Verletztenablage vorgenommen hatten, brachten sie nun kontinuierlich die Verletzten heran. Unterstützung gab es außerdem von zusätzlichen Sanitätskräften, die nicht im Verbandplatz eingebunden waren.

Kurzfristig herrschte Chaos am Verbandplatz, als die Unverletzten Betroffenen in „Panik“ versuchten wegzulaufen. Jedoch waren hier alle Helfer schnell genug, diese Personen wieder aufzugreifen und zur Betreuungsstelle zurückzubringen.
Etwa gegen 14.40 Uhr, nach der abgeschlossenen Bergung aller beteiligten Personen, deren Stabilisierung und Herstellung der Transportfähigkeit, wurden vom Leitenden Notarzt (LNA) und seinem Team aus Notärzten sowie dem Organisationaleiter die Transportprioritäten der Schwerverletzten festgelegt.

Da die unverletzten Personen bereits vorher in Bussen abtransportiert worden waren, beruhigte sich das ganze Geschehen am Verbandplatz allmählich und so kam es zu keinem Verkehrsstau bei der Übergabe und Abtransport.
Da aber unter realistischen Bedingungen geübt wurde, dauerte es natürlich, bis alle Verletzten nach der Übergabe an die Transportfahrzeug- Besatzungen abgefahren waren.

Als um 15.40 Uhr Übungsende war, zeigten vor allem die Planer der Übung, Karl-Heinz Due, Andreas Sieverding und Uwe Bünger vom LK Vechta ein zufriedenes Gesicht, was sie im Anschluss bei einem kurzen Resümee der Übung auch zur Sprache brachten. Weiter Infos und eine genaue Auswertung sollen noch folgen.

Bei dieser Übung nahmen alleine 32 Helfer aus Vechta teil und waren mit 8 Fahrzeugen ca. 75 Stunden im Übungseinsatz.

Gregor Osterloh
GrFü, SEG Vechta

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