Vechta > Aktuelles Backend Anmeldung

16.09.2011 08:24 Alter: 246 Tage

Malteser beim Papst

Malteser aus dem Offizialatsbezirk Oldenburg als ‚päpstliche Sanitätsgarde’ im Einsatz

Einsatzbefehl und Ziel sind klar: Die Zug- und Gruppenführer der Malteser aus dem Offizialatsbezirk Oldenburg beim der letzten Einsatzvorbesprechnung zum Papstbesuch am Dienstag in Visbek: hintere Reihe: Thorsten Wigger (Visbek), Angsar Almes (Visbek), Michael Schwies (Lohne), Dieter Thole (Vechta), Patrick Peters (Wildeshausen), Frank Pulsfort (Vechta). vordere Reihe: Patrick Manneck (Wildeshausen), Dominic Offermann (Wildeshausen), Stefan Saxen (Sandkrug), Arne Gerken (Sandkrug), Georg Overberg (Vechta), Roman Kaminski (Wildeshausen) Foto: Borchert/Malteser

Wenn vom 22.-25. September Papst Benedikt XVI. nach Deutschland kommt, sind die Malteser aus dem Offizialatsbezirkes Oldenburg nah am Geschehen. In Etzelsbach sind 74  Sanitäts- und Rettungskräfte, Fahrer, Begleiter und Malteser Jugendliche eingesetzt. Sie helfen Gottesdienstbesuchern in kleineren oder größeren Notfällen oder sorgen dafür, dass Menschen mit Behinderungen am Gottesdienst teilnehmen können.

Rund 200.000 Menschen haben sich bisher für die Teilnahme an einem der Gottesdienste angemeldet. „Unser Einsatz wird seit dem Frühjahr geplant, wir stehen als ‚päpstliche Sanitätsgarde’ bereit“ sagt Patrick Peters, Referent für Notfallvorsorge. Die Einsatzbefehle sind geschrieben, die Anforderungen an die Malteser Gliederungen in Vechta, Lohne, Wildeshausen, Sandkrug, Damme und Visbek benannt. „Unsere Helfer müssen die Grundausbildung zum Sanitäter, zum Rettungsassistenten oder Notarzt vorweisen. Erst dann schicken wir sie in den Einsatz.“ Zwar geht es nicht zu einem Musikevent hunderttausender junger Leute. Dennoch können die Teilnehmer, darunter viele ältere Menschen, durch die oft längere Anreise, das Wetter oder das lange Stehen an ihre Grenzen stoßen. „Wir werden 3 mobile Unfallhilfsstellen zwischen Erfurt und Etzelsbach besetzen und mit  24 Fahrzeugen vor Ort sein“, sagt Referent Peters.

Allein in Etzelsbach, dem kleinen Wallfahrtsort im ländlichen Eichsfeld, wird die Autobahn als Parkplatz auf 15 Kilometern Länge gesperrt. Vom ersten Parkplatz bis zum Altar muss auf einer Strecke von 65 km die Versorgung der Besucher gewährleistet sein, beschreibt Peters die Herausforderungen an die Planungsstäbe. „Ohne unsere ehrenamtlichen Kräfte wäre eine solche Versorgung gar nicht sichergestellt, eine so große Veranstaltung gar nicht möglich“, sagt er. Wenn der Papst am 25. September wieder nach Hause fliegt, werden auch die Malteser des Offizialatsbezirkes daheim sein. „Hoffentlich ohne viele Notfälle behandelt, aber viele zufriedene Besucher erlebt zu haben“, sagt Peters.