Navigation
Malteser Vechta

Psychosoziale Notfallversorgung

Bei Katastrophen und Unglücken leidet auch die Seele unter den Eindrücken und benötigt Erste Hilfe.

Nach dem plötzlichen Tod eines Angehörigen, nach Katastrophen und ähnlichem stehen die Kriseninterventionsteams der Malteser den Betroffenen und ihren Angehörigen vor Ort bei.

Zudem bieten die Malteser unter der bundesweiten Hotline (0221) 98 22 828 auch Nachsorgemaßnahmen für Einsatzkräfte an. Helfer können diese qualifizierte Unterstützung nutzen, um belastende Erfahrungen aus ihren Einsätzen zu verarbeiten.

Hilfe für Helfer - Unterstützung und Betreuung von Einsatzkräften

Im Bereich der psychosozialen Notfallversorgung fließen bei den Maltesern alle in Rettungsdienst und Katastrophenschutz relevanten psychologisch-sozialen und religiös-ethischen Themenbereiche zusammen. Dabei liegt der Fokus auf dem einzelnen Mitarbeiter, dessen Handlungskompetenz im Alltag gesteigert und dem eine optimale Personalfürsorge vor dem Hintergrund des christlichen Selbstverständnisses der Malteser zuteil werden soll.

Einsatzkräftenachsorge (CISM)-Teams

Die Einsatzkräftenachsorge (CISM)-Teams der Malteser sind hauptsächlich in der Akutinterven tion bei Personal nach besonders belastenden Einsatzereignissen tätig. Die Arbeitsweise richtet sich nach den bereits genannten Vorgaben der International Critical Incident Stress Foundation (ICISF) in der Methode des CISM (Mitchell & Everly 1996, 2002).

Soziale Ansprechpartner

Soziale Ansprechpartner in den Dienststellen handeln nach den im Konzept der Psychosozialen Unterstützung der Malteser für sie entwickelten und festgelegten Standards. Von den Sozialen Ansprechpartnern wird aber auch erwartet, eigeninitiativ in nicht standardisierten psychosozialen Problembereichen zu agieren.

Der Malteser Hilfsdienst hat einen hohen Kompetenz- und Qualitätsanspruch im ehren- und hauptamtlichen Bereich.

Der Mensch steht mit Leib und Seele im Mittelpunkt des Tuns. Für ihn engagieren sich die Malteser, ihn nehmen sie in seiner Not wahr und ernst.

Trotz aller Bedrängnis in der Krise geben Malteser Zeugnis von der Hoffnung, die sie trägt. Der Glaube wird deutlich durch freundliche, zuverlässige und kompetente Hilfe.

Die Stärken des Malteser Hilfsdienstes liegen u.a. in der Notfallkompetenz, die sich in der Notfallvorsorge und hier im Bereich Psychosoziale Notfallversorgung wieder finden.

Dies ist eine der Kernkompetenzen der Malteser.

Als anerkannte Experten für psychosoziale Notfallversorgung in einer kirchlichen Hilfsorganisation bieten sie eine qualifizierte und auf den Fundamenten des Christentums beruhende Betreuung und Begleitung von Menschen in akuten Krisensituationen an. Der Malteser Hilfsdienst versteht Krisenintervention, als präventive Maßnahme zur Verringerung der Entstehung manifester Krankheitsbilder.

„Die Krisenintervention im Rettungsdienst (KIT) ist eine Struktur, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, als integraler Bestandteil des bestehenden Rettungsdienstes psychisch traumatisierte Patienten im Sinne eines Akutdienstes ambulant zu betreuen." (C.H. Daschner).

In diesem Sinne bieten Malteser eine erste Hilfestellung zur Stabilisierung und Orientierung. Mit ihrem christlichen Selbstverständnis und ihrer Fachkompetenz sind sie in Krisensituationen präsent. Damit heben sich Malteser bewusst von anderen säkularen Einrichtungen ab.

Folgende Indikationenliste ist festgesetzt:

Generelle Alarmierungsgründe:

  • Tödlicher Unfall ( jeglicher Genese); dazu gehören auch Arbeitsunfälle
  • Unfall mit öffentlichen Verkehrsmitteln / Schienenfahrzeug
  • Neben der Akutbetreuung von Angehörigen gehört dazu auch die Akutintervention von Fahrzeugführern öffentlicher Verkehrsmittel.
  • Kapitalverbrechen: Raub- und Banküberfälle; Mord;
  • Suizid
  • SIDS / Tod eines Kindes
  • Vermisste Person
  • Katastrophe / Massenanfall an Verletzten (Zusammenarbeit mit Katastophenschutz im Bereich Soziale Betreuung. Der Bereich PSNV hat Leitungscharakter)
  • Überlanger Rettungseinsatz (mit besonderer Belastung von Angehörigen)


Situative Alarmierungsgründe:

  • Laufende/Erfolglose Reanimation
  • Suizidversuch - Beinhaltet die Betreuung von Augenzeugen und Angehörigen als Akutintervention
  • Kind in Not (ohne Einschränkungen)


Alarmierungsausschluss:

  • Stressbelastete Einsatzkräfte
  • (Ehe)–Streitigkeiten
  • Psychische Erkrankungen
  • Drogen und Alkohol
  • Polizeiliche Aufgaben (z.B. Deeskalation) „talk down" bei Einsatz „Person droht zu springen"


Weitere Informationen erhalten Sie auch unter: www.malteser-psnv.de

Weitere Informationen

Ihr Ansprechpartner vor Ort:

Johannes Meyer
Referatsleiter Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) im Offizialatsbezirk Oldenburg
Tel. (04442) 4343
E-Mail senden